1.2.        Das Line-up

Oxbridge – das ist leidenschaftlicher Progressive Rock aus der Region Osnabrück. So facettenreich diese musikalische Richtung an sich bereits ist, so sehr lebt sie von den Einflüssen und persönlichen Ausrichtungen der individuellen Band-Mitglieder. Lerne uns näher kennen!

Frank Beushausen, Gitarre

Am Anfang stand das Notenspiel auf der klassischen Gitarre; auch das Schülerorchester begleitete er einige Jahre auf der akustischen Sechssaitigen. Von Gitarristen wie Mike Oldfield, Brian May und Steve Hackett maßgeblich geprägt, zog es ihn in die progressive Rockmusik.

Eine erste wichtige Station war die Band Skill, die sich gegen Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre rund um Osnabrück einen guten Ruf für ihre Live-Auftritte erarbeitete. Doch die verschiedenen Lebenswege aller Band-Mitglieder sprengten den Zusammenschluss, und die Gruppe löste sich auf.

Mit dem Schlagzeuger Tim Lamkemeyer und dem Bassisten Edzard Schmidt baute Frank eine neue Band auf, der sich der Keyboarder Jens Steutermann nur wenig später anschloss. So war Area 51 geboren und sollte sich über die folgenden Jahrzehnte personell und musikalisch weiterentwickeln – bis hin zur aktuellen Formation Oxbridge. Bei Oxbridge spielt Frank elektrische und akustische Gitarren, singt im Hintergrund und übernimmt federführend das Songwriting.

Corinna Maifeld, Gesang
Angefangen hat alles mit der damals obligatorischen „musikalischen Früherziehung“ und Blockflötenunterricht, der (sehr zur Freude ihrer Eltern!) recht schnell durch einen etwa 10-jährigen klassischen Gitarrenunterricht abgelöst wurde, bis zum Abitur. Genervt hat sie ihre Eltern aber trotzdem, da sie schon als kleines Kind zu jeder Tages- und Nachtzeit und egal an welchem Ort ständig vor sich hin trällerte.

Während der Schulzeit erfolgten die ersten Schritte auf der Bühne: Chor, Musical-AG, Theater-AG, Schülerband, später Hochzeitsband. Bedingt durch die vielen verschiedenen Genres, in denen sie sich bewegte, entstammen ihre Lieblingssongs auch heute noch sehr unterschiedlichen Musikrichtungen von Klassik/Musical, Pop, Soul bis hin zu Progressive Rock (!). Geprägt wurde sie aber in ihrer Jugend vor allem durch Songs von Melissa Etheridge, Alannah Myles, Alanis Morissette, Norah Jones, Queen, Genesis, Eagles, Led Zeppelin … 

Im Studium und auch im weiteren Berufsleben fokussierte sich Corinna mehr auf das Schauspiel, die Regie und die Theaterbühne, aber auch hier blieb die Leidenschaft für Gesang präsent durch integrierte Gesangsstücke, Liederabende und auch den Nach(t)klang im Haus des Amateurtheaters der Probebühne in Osnabrück.

Zum Einstieg bei Oxbridge kam es durch einen kreativen musikalischen Zusammenschluss von Mitgliedern der Probebühne und der Band zu einem runden Geburtstag eines Band-Mitglieds im Jahr 2022. Danach hieß es: Könntest du dir vorstellen, in unserer Band zu singen? Und wie! Seitdem singt sie bei Oxbridge und versucht langsam, ihre doch stark eingerosteten Gitarrenkenntnisse mit großartiger, geduldiger Unterstützung seitens der Band-Mitglieder wieder aufzufrischen, um bei späteren Auftritten nicht mit leeren Händen dastehen zu müssen ;-).

Mike Münstermann, Schlagzeug
1984 beginnt alles mit zwei 13-Jährigen, einer Schulanlage und Bryan Adams. Tonaufnahmen des
ersten gemeinsamen Versuchs existieren glücklicherweise nicht. Nach einem kurzen Umweg über
den Gitarrenunterricht landet Mike schließlich dort, wo er immer hinwollte: am Schlagzeug.
Mitte der Achtziger folgen die Metaljahre mit Printed Matter und später Madthusalem. Doublebass,
hohe Geschwindigkeiten und erste größere Auftritte in Osnabrück und Umgebung prägen diese
Zeit.
Nach verschiedenen Stationen – darunter Nightingale, ein reines Freunde-Projekt, doc vox mit Plattenvertrag und Aufnahmen
in San Francisco sowie die Rock- und Pop-Coverband Livewire – wächst mit jedem Projekt die
musikalische Erfahrung. Besonders die Jahre bei Livewire schulen Vielseitigkeit, Präzision und
Ausdauer auf der Bühne.
Um die Jahrtausendwende entsteht aus Area 51 schließlich Oxbridge.
Hier laufen für Mike die Fäden seiner musikalischen Laufbahn zusammen: die Energie des Metal,
die Routine zahlloser Live-Auftritte und die Freude an anspruchsvollen Arrangements. Komplexe
Rhythmen, abwechslungsreiches Songwriting und songdienliches Spiel bilden bis heute die
Grundlage seines Schlagzeugstils.

Andreas Lux, Bass

Die Anfänge des Andreas (Andy) liegen bei der Blockflöte, mehr schlecht als recht. Die Familien-gitarre hatte nicht ganz sechs Saiten, ein Kumpel hat angeboten, auf dem damals sehr weiten Weg zum Musikgeschäft in Osnabrück Saiten mitzubringen, weil die da günstig waren. Mit sechs Saiten ging es dann vorwärts, in Baby-Steps. In der Zwischenzeit kreuzte die Tuba den Weg, und bei der ist es bis heute auch geblieben. Noch sehr weit weg von wirklich aufregender Rock-Musik, war es dann ein glücklicher Zufall, dass es in einer Folk-„Rock“-Band keinen Bassisten gab, aber einen Bass. Und, voilà, fand da was zusammen, was zusammen gehörte.

Weiter ging‘s dann mit Alternative Rock in Richtung Smiths und so, später mit einem dunkleren Sound wie Velvet Underground, das waren also die Jahre in der Band „Torn Velvet“.

Akustik-Musik mit stilistischer Anlehnung an „Violent Femmes“ folgte, Rock mit den Bands „Twice Child“, „Mister Minit“, „Plexi & the Panic Putten“, alles ziemlich im Mainstream. Lustige Jahre, wenig ertragreich, aber spaßig. Aber auch mit viel Lehrgeld erkauft …

In der Rock’n‘Roll-Community warteet die Band „Way out West“, mit der es auf die Rockabilly-Bühnen der Welt (also einer überschaubaren Welt) ging.

Später wurde endlich Prog gerockt mit dem Beitritt bei „Oxbridge“, also quasi reingerutscht. Ein massiverer Reinrutscher passierte dann noch mit der Band „Pank-Rock“, wo soweit alles im Bereich Pop-Rock gecovert wird, was sich nicht schnell genug versteckt und irgendwie den Geschmack von Band und Publikum trifft.

Die oben genannte Tuba spielt seit langer Zeit immer wieder rein, denn wegen der ging es mit verschiedenen Formationen auch mal zu richtig aufregenden Events, und das auch mal ins Ausland (Schweiz, Österreich, England, Polen) und auch mal runter vom alten Kontinent (USA).

Musikalische Einflüsse gab es von klein auf durch die großen Brüder, vorrangig Rock à la Deep Purple, Status Quo, Pink Floyd, komischerweise quasi nicht Led Zeppelin, erst recht nicht Yes und ähnliches. Warum auch immer …

Mit dem Besitz einer eigenen Stereo-Anlage wurden dann erfolgreich auch die Familie sowie die Nachbarschaft mit dem Rock-Musik-Genuss versorgt 🙂

Mit den verschiedenen Formationen gab es hin und wieder auch mal Aufnahmen, also sind diverse MCs, CDs und sogar EPs/LPs auf Vinyl entstanden. Oft auch als Mit-Produzent, aber auch mal als Studio-Musiker z.B. bei Christian Steiffen.

Jens Steutermann, Keyboards

Als ambitionierter Autodidakt verließ Jens bereits zu Teenager-Zeiten die bisweilen arg seicht plätschernden Gewässer des klassischen Heimorgel-Repertoires zugunsten eines ungleich abenteuerlicher wirbelnden Rock-Fahrwassers.

Intensivst beeindruckt wie -flusst von Mark Kelly (Marillion), John Beck (It Bites) sowie Rick Wakeman (Yes), sammelte Jens umfangreiche Bühnenerfahrung. Die Position als eingefleischter Yes-Fan übernahm er übrigens einerseits aus tiefster Begeisterung für deren Siebzigerjahre-Meisterwerke und andererseits, um Andy Lux zu entlasten (siehe oben). Mit der Georgsmarienhütter Hardrock-Band The Greed sowie der nur einem handverlesenen Kreis vertrauten, dafür aber umso heißer geliebten Cover-Truppe The Little Huntermasters stieß er sowohl in Sachen Keyboardburg-Dimensionen als auch hinsichtlich der Haarlänge in ungeahnte Bereiche vor. Zumindest einer dieser Vorstöße fand im Laufe der Jahre ein naturgegebenes Ende.

Der Einstieg bei Area 51 und damit bei Oxbridge eröffnete ganz neue Möglichkeiten, die Dynamik des Rock mit einer enormen stilistischen Bandbreite zu verbinden – nicht zuletzt, weil die Musik der Band gerade live ihr mitreißendes Potenzial voll entfaltet. Und da wir schon von Bandbreite reden: Die langjährige, liebgewonnene Arbeit als Pianist an Hunderten von Song-Programmen im Rahmen von Kleinkunstabenden wie auch als Darsteller und Musiker bei diversen Theaterproduktionen erweiterte Jens’ musikalischen Horizont nochmals.

Und nun Oxbridge – das bisweilen abenteuerliche Vergnügen, die gesamte Klaviatur des Progressive Rock abzutasten.

Nach oben scrollen